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Packtipps für lange Routen mit dem BMW i3 unsere Nordkapp-Packstrategie

Wie du den Stauraum vom BMW i3 optimal ausnutzen und so viel Gepäck mitnehmen kannst, dass du kein Verzicht üben musst

Wenn wir erzählt haben, dass wir mit dem BMW i3 zum Nordkapp fahren wollen bzw. gefahren sind, wurden wir häufig gefragt, wie wir alles in so ein kleines Auto bekommen hätten.

Vorweg gesagt, der BMW i3 ist ungefähr Golfklasse, hat aber einen sehr gut ausnutzbaren Kofferraum, auch wenn ihm so entscheidende Vorteile, wie Stauräume im Unterboden des Kofferraums fehlen.

Um den Stauraum vom i3 optimal auszunutzen, solltest du folgendes beachten:

Der Kofferraum vom BMW i3 ist nicht für große Koffer oder sperrige Gegenstände geeignet. Mit ihnen verschenkst du viel Platz, den du besser nutzen kannst.

Sinnvoll sind Kisten oder von der Größe passende Koffer für den Kofferraumboden. Weiter oben, wo die Heckklappe sich wölbt, sind weiche Taschen sinnvoll. So kannst du die Wölbung sehr gut ausnutzen.

So gehst du beim Packen vom BMW i3 am besten vor:

1. Stelle die Rückenlehne der beiden hinteren Sitze, wenn dort keiner sitzen soll, in die Cargostellung. D.h. du ziehst an den Bändern am unteren Ende der Sitze entweder vom Kofferraum oder von vorne. Dadurch kannst du sie senkrechter stellen und hast mehr Platz im Kofferraum.

Durch diese Stellung ergibt sich ein rechtwinkliger Bereich in alle Richtungen, den du voll ausnutzen kannst.

2. Beginne dann unten im Kofferraum mit festen, unflexiblen Kisten oder Koffern, die möglichst gut die Grundfläche vom Kofferraum ausnutzen sollten. Habe keine Angst dabei an den Seiten bis fast zum Rand des Kofferraums zu gehen, nur in der Mitte musst du etwas mehr Platz lassen für die Verkleidung des Schlosses.

Wir haben zwei Plastik-Campingkisten genommen. In einer war unsere "Küche" in der anderen waren die ganzen Sachen für unseren Hund.​

Hinter den Kisten haben wir auf der rechten Seite noch unseren Campingtisch inklusive der Campingstühle hochkant hingestellt.

3. Jetzt kannst du Lücken um die festen Gegenstände mit weiteren stabilen Gegenstände ausfüllen. Wir haben z.B. links neben den Kisten unser großes Zelt transportiert.

4. Nun kannst du die Lücken auf dem Kofferraumboden mit weichen und harten kleinen Sachen füllen.

Wir haben z.B. ganz links den Insektenentferner inkl. Lappen, und nicht sichtbar auf dem Boden zwischen Zelt, Tisch und blauer Kiste einige Flaschen hingestellt.

5. Fülle jetzt mit weichen Taschen den gewölbten Bereich der Heckscheibe aus, damit du möglichst viel hineinbekommst.

Dabei sollten die Taschen direkt an die Heckklappe stoßen. Bei uns ergab sich dadurch sogar noch ein Zwischenraum zwischen Tisch und der rechten quer liegenden Tasche.

Diesen haben wir mit sperrigen, aber unförmigen Dingen, unseren beiden Campingkochern gefüllt, die auf dem Bild oben noch vor den Kisten in Beuteln zu sehen sind.

Auf dem folgenden Bild sind sie dann bereits verräumt.

​Dann kommen in den Spalt noch diverse andere Kleinteile, teilweise hart, andere weiche.

Danach werden dann als Finish noch die Löcher links und rechts in den kleinen Fenstern mit weichen Dingen gefüllt, bei uns waren das z.B. die Jacken vom Hund und Pullover von uns.

Zusätzlich haben wir dann vorne rechts auf den Rand noch den Grill (der ist in der schwarzen Tasche) und links sogar noch eine Leergutflasche unterbringen können.

An den beiden Gegenständen siehst du, wie weit nach vorne zum Rand du rechts und links packen kannst, nur um das Schloss herum muss Platz für die Abdeckung sein.​

Vollendet sieht es dann so aus 🙂

6. Der Innenraum.

Hier ist natürlich entscheidend ob du Menschen auf den Rücksitzen befördern willst oder nicht.

Wir haben dort unseren Hund auf knapp der Hälfte der Rücksitzbank untergebracht, auf der anderen haben wir unsere Kühltasche (ganz unten auf dem Sitz) Isomatten (blau an der Rückenlehne), Schlafsäcke (2 schwarze und einen orangen für den Hund) und meinen Bürorucksack (blau, liegt gerade auf dem Fahrersitz, gehört aber auf die Kühltasche) untergebracht.

Im Fußraum hinter den Vordersitzen war dann das ganze Hundefutter und die Schuhe untergebracht. Die Futterdosen hatten wir in mehreren Beuteln damit sie nicht klappern aber trotzdem den Raum optimal ausnutzen.

Weil wir beide sehr groß sind haben wir so gepackt, dass beide Sitze ganz nach hinten und unten gestellt werden. Wenn du normal groß bist, hast du im Fußraum hinten somit deutlich mehr Platz und kannst hier auch noch Taschen unterbringen.

Vorne in beiden Türen haben wir je 2 1,5-Liter Flaschen Wasser, in der Mittelkonsole dann noch einen Becher Tee. Die gepunktete Tasche ist für Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen.

In der Mulde unter dem Navi lag der Campingführer und die 3 Karten von Dänemark, Schweden und Norwegen. Der schwarze Ringordner ist unser Routenbuch, in dem die Route inklusive aller Ladestopps und weiteren relevanten Infos abgedruckt worden ist.

7. Der Frofferraum (Front-Kofferaum).

In ihm hatten wir unseren JuiceBooster 2 (mobile Ladestation) mit 6 Adaptern für die verschiedenen Steckdosen (z.B. Haushaltssteckdose, Campingsteckdose), ein Typ-2-Ladekabel als Ersatz, das Warndreieck und das erste Hilfepaket.​

Packfazit für den BMW i3

Mit etwas Phantasie bekommt man erstaunlich viel unter. Wenn du an den richtigen Stellen weiche Dinge verräumst und andere mit sperrigen ausnutzt, musst du an nichts auf deiner Reise sparen.

Hast du deinen BMW i3 vielleicht auch schon mal richtig voll gepackt?

Dann schicke uns deine Fotos, wir veröffentlichen diese gerne im Anschluss an diesen Posts.

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