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Kurzfassung: 3 Tipps wie du deine Reichweitenangst bei Elektroautos ein für alle mal los wirst

Es gibt 2 Arten der Reichweitenangst bei Elektroautos, hier erfährst du wie du beide los wirst

Wenn du nur an meinen 3 besten Tipps zur Überwindung der Reichweitenangst interessiert bist, lies direkt weiter.

Möchtest du erfahren, wie ich diese Tipps entwickelt haben oder mehr über meine Schlüsselerlebnisse mit der Reichweitenangst erfahren, dann lese den ersten Teil dieses Artikels in dem du hier klickst.

Mein erster Tipp gegen Reichweitenangst: Logik

Wenn du dich von 0,1% Sonderfällen abhalten lässt, in 99,9% deiner Fahrten, kein Elektroauto zu nutzen, dann hilft nur Logik.

Denn du kaufst ja auch dein Auto mit Verbrennungsmotor nicht für alle Einsatzzwecke oder wann bist du das letzte Mal in die Dominikanische Republik mit deinem Auto für 2 Wochen Strandurlaub gefahren?

Richtig, vermutlich hast du dafür ein Flugzeug genutzt, weil es einfach sinnvoller als die Fahrt mit Auto und Fähre ist.

Das Gleiche gilt für deine Fahrten mit dem Elektroauto. Egal wie weit die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird und die Elektroautos mehr Reichweite bekommen, es wird immer Spezialfälle geben, in denen du Kompromisse eingehen oder auf eine andere Mobilitätsform wie z.B. Flugzeug, Zug oder Bus umsteigen musst.

Mache dich einfach frei von dem Gedanken, ein Auto für alle Fälle zu kaufen und du wirst ein Elektroauto für viel mehr Fälle haben als du gedacht hast.

Tipp 2: Du hast mehr Macht und Einfluss als du denkst! Nutze sie!

Die Zeiten in denen du mit einem Elektroauto ständig in der Reserverreichweite eines Verbrennerfahrzeugs von rund 100 Kilometern gefahren bist sind zum Glück mit der neuen Generation von BMW i3, VW e-Golf, Renault Zoe und Hyundai Ionique vorbei.

Sie alle bieten jetzt um die 200 Kilometer oder mehr Alltagsreichweite.

Diese 50 Kilometer mehr Alltagsreichweite hören sich im ersten Augenblick vielleicht für dich nicht nach viel an, sie sind aber die entscheidenden Kilometer, die viele E-Autofahrer im Alltag spüren, wenn sie nicht die typischen Pendler mit einer Strecke von 35 Kilometer gesamt sind.

Des Weiteren geben dir diese Akkugrößen mehr Macht und Einfluss als du denkst.

Sie bieten dir einen größeren Raum an Einfluss auf die Restreichweite als du im Moment denkst.

Denn je größer die Energiemenge ist, mit der du "arbeiten" kannst, desto größer dein Einfluss.

Wie kannst du die Reichweite beeinflussen?

  1. Deine Fahrweise
  2. Durch Energiesparmodi
  3. Das Streckenprofil
  4. Zusätzliche Verbraucher

Das die Fahrweise den Verbrauch beeinflusst, kennst du auch von deinen Autos mit Verbrennungsmotor. Bei Elektroauto wird dies jedoch viel deutlicher, weil du a weniger Energie für die Fortbewegung hast und b die Effizienz von Elektromotor und Verbrennungsmotor unterschiedlich ist.

Den größten Einfluss, neben schnellem Beschleunigen und wenig vorausschauendem Fahren, hat die von dir gewählte Geschwindigkeit.

Wie du in der Tabelle, die mit Hilfe der Mitglieder aus dem Goingelectric-Forum aus Praxiswerten ermittelt wurden, sehen kannst, ist der Verbrauch bei 130 km/h fast doppelt so hoch wie bei 90 km/h.

Wenn du also zu wenig Restreichweite hast, reduziere die Geschwindigkeit und du wirst deutlich weiter kommen als prognostiziert.

Fast jedes Elektroauto bietet Eco- oder Energieeinsparmodi. Nutze sie, sie verlängern deine Reichweite spürbar in dem sie die Leistung des Elektromotors reduzieren und die Klimaanlage steuern.

Beim Streckenprofil ist natürlich wieder die Geschwindigkeit aber auch das Höhenprofil ein großer Einflussfaktor.

Schaue, ob du deine Strecke vielleicht lieber über die Landstraße wählst, als über die Autobahn und ob es vielleicht in bergigen Gelände einen Tunnel gibt, der zwar einen Umweg bedeutet aber einen steilen Anstieg einspart.

Denke auch daran, dass du bei jedem Bremsen Energie zurück gewinnst. Von Elektroauto zu E-Auto ist das sehr unterschiedlich und kann ggfs. von dir sogar eingestellt werden.

Zusätzliche Verbraucher können neben der Heizung aber auch zusätzliches Gewicht sein. Muss immer das Ladekabel oder die mobile Ladestation dabei sein? Wenn nein, spart jedes Kilogramm Gewicht das du los werden kannst beim Verbrauch.

Du siehst, du hast also eine Menge Einflussmöglichkeiten auf deine Reichweite und somit auch auf deine Angst, liegen zu bleiben.

Den Angst haben wir meist in Situationen, die wir nicht beeinflussen können, doch du kannst das bei deinem Elektroauto an mehr Stellen als du denkst.

Tipp 3: Vorbereitung

Habe immer einen Plan B, eine Alternative.

Einen Denkfehler, den viele Verbrennerfahrer oder Elektroautoumsteiger machen ist, dass man ja viel weniger "Tankmöglichkeiten" hat als mit einem "normalen" Auto.

Das Gegenteil ist der Fall.

Du kannst dein Elektroauto an jeder Haushaltssteckdose laden, wenn du das entsprechende Ladegerät dabei hast, was du in der Regel vom Hersteller mit dazu bekommst.

Es gibt somit kein Lade- sondern ein Zeitproblem.

Denn an der Haushaltssteckdose dauert die Ladung deutlich länger, z.B. anstatt von 39 Minuten wie am Schnelllader, 9:30 Stunden.

Deswegen ist es wichtig, dass du dir Alternativen auf deiner Route zu den von dir gewünschten Ladestationen suchst.

Denn neben besetzten oder zugeparkten Ladestationen kann es auch immer mal passieren, dass eine Ladestation nicht funktioniert, wenn du dann nicht mehr genug Reichweite hast, um die nächste Ladestation anzufahren, dann bist du auf die Haushaltssteckdose angewiesen und kannst deinen Zeitplan vergessen.

Ein weiterer positiver Effekt, einer guten Vorbereitung ist zudem, dass du dich sicherer fühlst.

Wenn du noch einen Rest an Reichweitenangst nach der Umsetzung meiner 3 besten Tipps verspürst, dann gibt es nur noch einen letzten Tipp den ich dir geben kann:

Kaufe dir das Tesla Model S 100D.

Es hat nicht nur die größte Reichweite (auf dem Papier 632 Kilometer nach NEFZ), sondern Tesla bietet mit dem eigenen Ladenetzwerk - den Superchargern - die passende Ladeinfrastruktur.

Bis auf ein paar wenige Ecken in Deutschland wirst du so überall schnell laden können und keine Reichweitensorgen mehr haben.

Du bekommst im Navi angezeigt, ob und wenn ja wie viele Ladestationen gerade an den Superchargern genutzt werden und es sind immer mehrere Stalls (Ladegeräte) vorhanden, so dass ein Totalausfall wie bei den üblichen einzelnen Ladestationen für andere Elektroautos ausgeschlossen werden kann.

Wenn du also darauf angewiesen bist, lange Strecken ohne lange Ladepausen mit größtmöglicher Termintreue zu fahren, führt aktuell kein Weg an Tesla vorbei.

Das ist der Grund warum wir neben dem BMW i3 auch noch ein Tesla Model S haben mit dem ich z.B. innerhalb von einem Tag nach Berlin und zurück fahren kann, ohne in der Ladewüste zwischen Hamburg und Berlin zu stranden, wo es Abschnitte von 163 Kilometer ohne Schnellladesäulen gibt.

Wenn du gute Tipps hast, wie du deine Reichweitenangst überwunden hast oder Stories zum besten geben willst, wie du dich aus schwierigen Situationen in Bezug auf die Reichweite gerettet hast, dann freue ich mich über deinen Kommentar.

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